Die Mannschaft wurde über zwei Tage von Knut Nowak, einem erfahrenen Sportphysiotherapeuten trainiert. "Ich selbst komme aus dem Judosport. Aber ich kenne Speedway und die Anforderungen an die Fahrer sehr gut. Ich bin Abensberger und verfolge die heimischen Rennen immer sehr genau. Ich habe aus den Vorjahren auch Kontakt zu einigen Fahrern und Fahrerinnen, die mich ab und an gezielt nach Übungen fragen", so Nowak, der bereits mehrfach das Trainingscamp leitete.
Neben Fitness- und Krafttraining kam auch der Spaß nicht zu kurz. Dörner sieht im ersten Treffen der Mannschaft mehr als reines Kraftbolzen: "Wir haben in Torun gesehen, wie wichtig eine gute Stimmung innerhalb des Teams ist. Dieser Faktor ist für den Erfolg nicht wegzudenken. Während dieser Tage in Abensberg soll neben der Anstrengung auch gelacht werden. Wir wollen uns miteinander am Sport freuen. Knut Nowak als Coach findet dafür eine gute Mischung." Ob das Eisbaden für die Sportler purer Spaß war, bleibt offen. Auf jeden Fall war es eine tolle Aktion, um seinen inneren Schweinehund zu überwinden und zu bemerken, dass man durchaus aus der eigenen Komfortzone gehen kann.
Deutlich ernster wurde es während des Vortrags von Christian Froschauer. Er war eingeladen, um über Regelkunde und Neuerungen seitens des DMSB und der FIM zu berichten. "Wir danken Christian für sein Engagement. Er steht immer bereit, wenn wir Teammanager ihn bitten. Es sitzt in den höchsten Gremien und ist absolut sicher im Regelwerk", dankte Bartz für den interessanten Abend.
Überraschung gelüftet - neues Mitglied im Betreuerteam
Michael Härtel aus Dingolfing tauchte wieder im Kreis der Nationalmannschaft auf und das hatte einen guten Grund. Härtel wurde dem Team als neues Mitglied im Teammanagement vorgestellt. Der ehemalige Speedwayprofi fand sofort einen Draht zu den Sportlern und trainierte selbst aktiv mit. Es ergaben sich gute Gespräche untereinander und Härtel traf von Beginn an auf Akzeptanz. Michi Härtel zu seiner Rückkehr zum Team Germany: "Ich freue mich, dass ich beim Training dabei sein durfte. Es hat total viel Spaß gemacht. Ich freue mich noch mehr, in Zukunft auf Funktionärsebene dabei sein zu können. In der kommenden Saison werde ich Sascha und Matze nach Kräften unterstützen und mal sehen, welche Aufgaben dann noch auf mich warten. Ich sehe in der Generation, die hier beim Trainingscamp in Abensberg war, sehr viel Potenzial."
Es waren vor allem die jüngeren Fahrerinnen und Fahrer aus dem Kader dabei. Vielleicht war es auch ganz gut, dass die Gruppe in dieser Konstellation zusammengearbeitet hat und die Älteren aus dem Kader nicht vor Ort waren. Sie waren teils durch Verpflichtungen ihrer Ligaclubs verhindert.
„Man konnte enger zusammenwachsen. Das hat sehr, sehr gut funktioniert. Das hat mich auch ein Stück weit beeindruckt. Umso weniger mussten Sascha, Michi und ich als ‚Aufpasser‘ fungieren“, beschreibt Bartz das Gefüge im Camp.
Bartz blickt der Saison 2026 sehr positiv entgegen: „Auf die Zusammenarbeit mit Michi Härtel freue ich mich. Ich schätze ihn als Person sehr. Er ist ein helles Köpfchen und bringt jede Menge Erfahrung mit. Er hat sich sofort integriert, hatte leichtes Spiel und war innerhalb kürzester Zeit fester Bestandteil der Gruppe.“
Text: Bernhard Härtinger / Foto: Team Germany




